Effekte von Tumoren auf den Körper

Bösartige Tumore, sogenannte Krebsgeschwüre (Malignome), wirken sich negativ auf den menschlichen Körper aus. Die Art der Effekte hängt zum einen von dem Krebs ab und zum anderen von dem Menschen, der ihn aufweist. Außerdem gibt es sowohl lokale Beeinträchtigungen als auch systemische. Zuerst genannte Gruppe bezeichnet Effekte des Tumors im Nachbargewebe. Die systemischen Auswirkungen betreffen den gesamten Körper. Dabei sorgt vor allem die ungehemmte Vermehrung des Gewebes für unangenehme Effekte. Viele Malignome bilden Tochtergeschwüre aus, welche entweder lokal bleiben und direkt an dem Ursprungsort für Schäden sorgen oder sich über das Blut- und Lymph-System vermehren. Diese Metastasen sorgen für die meisten Probleme einer Krebserkrankung, was dazu führt, dass viele Patienten sich zu spät untersuchen lassen. Finden sich erst Metastasen im Körper, sind die Heilungschancen nur noch sehr gering.
Lokale Effekte können auf zwei unterschiedliche Arten vom Tumor erzeugt werden. Zum einen ist es möglich, dass die Geschwüre wachsen und dabei Nachbargewebe verdrängen, oder aber sie dringen in dieses ein und zerstören es dabei. In beiden Fällen mag es passieren, dass Blut führende Gefäße verengt werden. Die Folge daraus ist die Nekrose (Absterben) des entsprechenden Gewebes. In Hohlorganen kann es außerdem zu sogenannten Durchbrüchen kommen, was zu inneren Blutungen sowie Infektionen führt.
Systemische Wirkungen entstehen auf sehr viele unterschiedliche Arten. Häufig werden sie durch gestreute Metastasen erzeugt, welche sich durch die Lymph- und Blutgefäße verteilen und dann lokalen Schaden anrichten. Die groß angelegte Zerstörung von Gewebe und Behinderung der Körperaktivitäten sorgt bei den meisten Patienten für einen Kräfteverfall sowie Gewichtsverlust, der in manchen Fällen zum Tod führt. Viele Todesfälle von Krebspatienten werden nicht von dem Primärtumor verursacht, sondern durch die Metastasen erzeugt. Ihre rasche Verteilung und unkontrollierte Vermehrung sorgt für verheerende Schäden an lebenswichtigen Organen und führt letztendlich zum Tod. Die unmittelbaren Todesursachen sind häufig außer Kontrolle geratene Infektionen, kanzeröse Kachexie (Auszehrung) und Gefäßverschlüsse.




