Medizinische Versorgung in Deutschland

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Bei Befragung würden die meisten Menschen die medizinische Versorgung in Deutschland als überdurchschnittlich gut bezeichnen. Ein dichtes Netz an niedergelassenen Ärzten, Krankenhäusern und Spezialeinrichtungen erreicht fast jeden Bürger. Die Bundesregierung gibt mehr als zehn Prozent des Staatshaushalts für das Gesundheitswesen aus. Das ist wesentlich mehr als in anderen entwickelten Ländern. Gleichzeitig beschäftigt das Gesundheitswesen mehr als vier Millionen Personen und ist damit der größte Arbeitgeber des Landes. Etwa 90 Prozent der Bürger sind Mitglieder in einer gesetzlichen Krankenversicherung, während knapp unter zehn Prozent privat versichert sind. Es gibt auch eine im Vergleich zur Gesamtbevölkerung relativ kleine Anzahl von Bürgern ohne Krankenversicherung.

Gesundheitsreform dämpft oder erhöht die Kosten?

Durch die Gesundheitsreform 2007 konnte der Kostenanstieg gedämpft werden und fiel geringer als in anderen Industriestaaten aus. Die wichtigste Säule des Gesundheitswesens sind die Hausärzte, auch Allgemeinmediziner oder praktische Ärzte genannt. Sie arbeiten eng zusammen mit Fachärzten und Krankenhäusern, um eine umfassende Behandlung ihrer Patienten zu gewährleisten. Selbst ein Gesundheitskaufhaus mag im weiteren Sinne zu den gesundheitsfördernden Einrichtungen gezählt werden, da es ähnlich wie ein Reformhaus Produkte anbietet, die ein gesundes Leben fördern.

Das Bild der medizinischen Versorgung in Deutschland hat aber nicht nur positive Seiten. So droht in Zukunft wegen der Überalterung der Ärzteschaft besonders in ländlichen Gebieten ein akuter Ärztemangel. Schon jetzt müssen Patienten in dünn besiedelten Regionen der neuen Bundesländer weite Anfahrwege zum nächsten Hausarzt und lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Die Gesundheitsreform ging zudem zumindest teilweise auf Kosten der Patienten vonstatten. In der Praxis bedeutet das die Erhöhung der privaten Zuzahlung von Patienten bzw. dass bestimmte Maßnahmen von der Krankenversicherung gar nicht mehr bezahlt werden und selbst zu tragen sind.

Geschrieben von Angelika Schmid

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