Psychische Krankheiten ein Überblick

psychische-krankheiten-ein-ueberblick

Psychische Krankheiten oder psychische Störungen, wie sie auch genannt werden, gehören zu den am weitesten verbreiteten Erkrankungen. Laut statistischen Angaben leidet fast jeder Dritte wenigstens einmal im Leben an einer psychischen Störung, die ärztlich behandelt werden muss. Jede zehnte durch Krankheiten bedingte Fehlstunde geht auf das Konto von psychischen Störungen. Die volkswirtschaftlichen Kosten, die dadurch entstehen, sind erheblich. Zum Glück sind die meisten psychischen Krankheiten gut behandelbar. Stationäre Einweisungen sind relativ selten. In schweren Fällen können Patienten jedoch auch gegen ihren Willen zur Behandlung eingewiesen werden, insbesondere, wenn sie durch die Erkrankung zu einer Gefahr für sich oder andere werden.

In der Vergangenheit wurden psychische Krankheiten in jedem Land anders klassifiziert. Heute gilt auch in Deutschland das Klassifikationssystem ICD-10 der WHO. Zu den wichtigsten und am weitesten verbreiteten psychischen Krankheiten gehören affektive Störungen, darunter Depressionen, sowie psychische Störungen aus organischen Ursachen, darunter Demenz, Schizophrenie oder verhaltensauffällige Störungen wie zum Beispiel Magersucht und Hyperaktivität. Das sind jedoch lediglich einige Beispiele aus einer langen Liste von Krankheiten.

Bei vielen Laien löst die Diagnose einer psychischen Störung immer noch einen Schock aus, obwohl das in den meisten Fällen unbegründet ist. Mit den heutigen verbesserten Diagnosemethoden lassen sich viele Erkrankungen besser erkennen als früher. Daher sprechen die meisten psychischen Erkrankungen gut auf eine ambulante Therapie an. Einweisungen in ein entsprechend spezialisiertes Krankenhaus oder eine Krankenhausabteilung sind die Ausnahme, nicht die Regel. Gleichzeitig gehen viele Menschen heute leichter mit dem Thema um und reden offen darüber, während es früher eher verschwiegen wurde. Dadurch entsteht in der Öffentlichkeit der falsche Eindruck, psychische Erkrankungen würden zunehmen. Eine Ausnahme bildet die Demenz, beispielsweise als Folge von Alzheimerkrankheit, die tatsächlich ansteigt. Wegen des wachsenden Durchschnittsalters der Bevölkerung kommt diese Entwicklung jedoch nicht unerwartet. Die medizinische Forschung arbeitet fieberhaft an neuen Therapien, um dieses Problem in den Griff zu bekommen. Bereits jetzt sind einige Formen der Demenz behandelbar.

Geschrieben von Oliver Schmid

Das könnte Sie auch interessieren: