Welche Krebsarten gibt es?

Krebs kann sich in nahezu allen Gewebearten bilden. Es handelt sich dabei um bösartige Tumore, welche ein unkontrolliertes Zellwachstum besitzen. Der Hauptunterschied zwischen den gesunden Gewebezellen des menschlichen Körpers und den Tumor-Zellen ist, dass sie sich immer wieder teilen und damit vermehren, ungeachtet ihrer Umgebung. Normale Gewebezellen vermehren sich nur in einem gewissen Ausmaß und nur mit beschränkter Häufigkeit. Tumorzellen sind darüber hinaus unsterblich. Normalen Zellen ist einprogrammiert, wie oft sie sich im Rahmen ihrer Existenz teilen; den Tumorzellen fehlt das, weshalb man auch von einer "ungehemmten" Vermehrung spricht. Darüber hinaus "respektieren" Tumorzellen andere Gewebearten nicht, sondern wachsen durch diese hindurch und zerstören entsprechende Zellen.
In nahezu jedem Organ können bei einem Fehler während der Zellvermehrung Krebszellen entstehen, die zur Bildung eines bösartigen Tumors und dadurch zur Krebserkrankung führen. Zu den häufig auftretenden und bekanntesten Arten zählt Hautkrebs, Prostata-Krebs, Lungenkrebs, Kehlkopfkrebs, Gebärmutterhalskrebs sowie Brustkrebs. Ihre Entstehung wird häufig auf einen Zelldefekt zurückgeführt. Die gängige Theorie besagt, dass ein Defekt sogenannter Wächterzellen, welche die Gesundheit einzelner Zellen überwachen, zur Bildung von Tumoren führt. Eine entsprechende Mutation kann häufig durch äußere Bedingungen begünstigt werden. Ein hartnäckiges Gerücht ist, dass Krebs vererbbar ist. Dieser Fakt stimmt allerdings nicht, da lediglich die Neigung vererbbar ist.
Normalerweise besitzen bösartige Tumore (Krebsgeschwüre) drei Merkmale, die sie als jene auszeichnen. Sie sind "infiltrierend", "destruierend" und "metastasierend". Allerdings gibt es auch die semimalignen (teilbösartige) Tumore sowie die Präkanzerosen. Die zuerst Genannten erfüllen nur zwei der drei Kriterien und die zweite Sonderform beschreibt unnormale Gewebeveränderungen, die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit zu bösartigen Geschwüren entwickeln können. Die Namen der Tumore werden abhängig vom Typ des mutierten Ausgangsgewebes benannt. Karzinome, Geschwüre, die von Epithel-Gewebe ausgehen, gelten als die häufigsten. Allerdings gibt es ebenso eine Klassifizierung nach dem Auftretungsort des Primärtumors, also nach dem Organ, in oder auf dem das Geschwür entstand.




