Wie weit ist in Deutschland die Forschung beim Thema Gesundheit?

Neben dem Erkennen von Krankheiten und einer guten Therapie spielt auch die Prävention (Vorbeugung) in der Forschung eine Rolle. Erst, wenn die Wissenschaftler entdeckt haben, wie eine Erkrankung entsteht, können sie Vorschläge zur Vorbeugung nennen. Am Ende des Jahres 2010 wurden vonseiten der Bundesregierung neue Ziele im Bereich der Gesundheitsforschung genannt und Fördermittel zur Verfügung gestellt.
Die Experten sollen besonders die Volkskrankheiten weiter erforschen und aus diesem Grund wurden sechs Zentren zur Gesundheitsforschung gegründet. Ein wichtiger Grund für die Maßnahmen der Regierung war es, dass Krankheit dem System immer mehr Kosten bereitet. Aber auch der einzelne Patient soll mehr in den Mittelpunkt von Therapien rücken. Das Wissen um grundlegende Ursachen einer Krankheit und die Möglichkeit, durch Bildaufnahmen exakte Ergebnisse bei der Diagnose zu bekommen, macht die Behandlung des Einzelnen leichter. Die Therapie wird auf jeden Patienten abgestimmt und eine Heilung oder Besserung lässt sich damit rascher vollziehen. Die regenerative Medizin hat auch in Deutschland bereits Fortschritte gemacht. Das bedeutet, dass die Wissenschaftler stets auf der Suche nach Möglichkeiten sind, die das Herstellen von Nervenzellen ermöglichen. Die Stammzellenforschung bietet Möglichkeiten, dass nicht nur Gewebe, sondern auch Organe erzeugt werden können. Die deutschen Forscher arbeiten sehr eng mit Kollegen der ganzen Welt zusammen. Der stetige Austausch von neuen Erkenntnissen hilft allen, mit ihren Untersuchungen schneller zum Ziel zu kommen.
Forscher in Hamburg haben bei einer breit angelegten Studie herausgefunden, dass bei jeder dritten Frau Brustkrebs nach den Wechseljahren durch mangelnde Bewegung und Hormontherapien auftritt. Allerdings betonen die Wissenschaftler ebenfalls, dass viel Bewegung nicht automatisch vor einer Erkrankung schützt. Mit dem Wissen, dass Licht erheblichen Einfluss auf das Wohlbefinden eines Menschen hat, gelang den Forschern ein Durchbruch bei der Therapie von Depressionen. Neue Medikamente gegen die Erkrankungen haben dazu geführt, dass die Nebenwirkungen gesenkt wurden und selbst chronisch Kranke auf Dauer keine organischen Schäden hinnehmen müssen.




